Kunstraum Nestroyhof

10 trials and no more reels

10 trials and no more reels
10 trials and no more reels
10 trials and no more reels

Installation und Tanzperformance

vom 10. Oktober 2018

 

Musiker und PerformerInnen werden gemeinsam die Grenzen von Raum und Klang, Körper und Zeit ausloten. Die Musiker sind mit ihren Körpern und Instrumenten unmittelbar involviert und die PerformerInnen sind Teil des ‚Klangkörpers‘.

 

Die Installation

Ein Krabbenkutter wurde mit Kettensägen in Teile zerlegt und anschließend in einem alten Schwimmbad in München wieder zusammengesetzt. Der Raum wurde über ein Jahr lang in verschiedenen Konstellationen aus TänzerInnen und Musikern bespielt. Danach war das Schiff in der Lothringer13-Halle, der Schwere-Reiter-Halle und in einer alten Farbenfabrik in München sowie in der Roten Fabrik in Zürich Basis und Bestandteil von Kunstaktionen. Nun wird es für eine einzige Performance am 10. Oktober im Kunstraum Nestroyhof in Wien aufgebaut. 

 

Die Performance

Ausgehend von einer radikal subjektiven Beschäftigung mit Buster Keatons (stumm-) filmischem Werk wird in 10 trials and no more reels der menschliche Körper aus seinem unmittelbaren Regelzusammenhang gelöst und befragt. Jeder Tritt führt ins Ungewisse, die Schwerkraft scheint außer Kontrolle, das Koordinatensystem ist unsicher geworden, die Körper werden ungeschützt der Umgebung ausgesetzt, Schichten werden freigelegt, die Konstruktion kommt zum Vorschein, neue Perspektiven entstehen. Wie Readymades werden die Objekte und Instrumente zur eigenständigen Skulptur, zur abstrakten Form. 

 

Konzeption, Installation, Regie: Sebastian Hirn
Florian Götte: Bass, Schlagzeug
Franz Koglmann: Trompete, Flügelhorn
Zoro Babel: Schlagzeug, Perkussion
Natália Fernandes, Zufit Simon, Sebastian Hirn: Tanz & Performance

 

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

 

Biografie Sebastian Hirn

Sebastian Hirn (* 1975 München) studierte an der Humboldt-Universität in Berlin, am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und an der Zürcher Hochschule der Künste. Als freischaffender Regisseur für Theater und Oper realisierte er zahlreiche Installationen und verschiedene Projekte im In- und Ausland – von ungewöhnlichen Inszenierungen klassischer Opern oder Theaterstücken bis hin zu Performances oder Videos. Seine Arbeitsweise überwindet etablierte Disziplinen und bewegt sich im Spannungsfeld zwischen bildender Kunst, Theater, Tanz und Musik. Sie zeichnet sich durch ein großes Interesse am Experiment aus. So schrieb er eine neue deutsche Fassung der Rezitative für Mozarts Così fan tutte, initiierte eine neu-instrumentierte Fassung von Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel oder installierte eine Serie von LKW-Unfällen im Münchner Stadtraum.

Seine Arbeiten als Bühnen- und Videodesigner wurden an verschiedenen Theatern, bei Festivals oder in Kunsträumen gezeigt (u.a. Wiener Festwochen, Schauspielhaus Bochum, Oper Nürnberg). Auf Einladung des Santa Fe Art Institute und des Bemis Center for Contemporary Arts führte er in den letzten Monaten Interviews mit Irak-Kriegsveteranen in den USA.

Für den Kunstraum Nestroyhof wird er nun eine Happening-Reihe fortsetzen, die 2015 in einer alten Fabrik in München begann.