Kunstraum Nestroyhof

raumbezogen 05 – PETRA GELL

Petra Gell, MOVE THINGS (Work in progress), 2021

Petra Gell, I GUESS IT'S MY LIFE 1, 2021

Petra Gell, I GUESS IT'S MY LIFE 2, 2021

Petra Gell, I GUESS IT'S MY LIFE 8, 2021

I guess it's my life!

15. Dezember 2021 – 10. Februar 2022

>> Webseite der Künstlerin

 

In unregelmäßigen Abständen lädt der Kunstraum Nestroyhof mit seiner Ausstellungsschiene raumbezogen Künstler*innen ein, sich auf die besonderen räumlichen Gegebenheiten des Kunstraums einzulassen und sich mit den architektonischen Vorgaben künstlerisch auseinanderzusetzen. 

Im Zentrum des künstlerischen Schaffens von Petra Gell stehen die Bereiche Raumkunst und Architekturdesign, denen sie sich mit den technischen Mitteln von Malerei, Grafik, Collage und Installation widmet. Sie begreift die architektonischen Gegebenheiten als Bildträger und eignet sich den Raum mit Pinsel und Bleistift, mit Baustoffen, Textilien und Klebeband an. In ihrer dreidimensionalen Auffassung von Malerei spielt die Linie eine besondere Rolle, sie ist der Beginn jeder Komposition.

Der vordere Bereich des Kunstraums Nestroyhof ist mit seiner 6,6 m hohen Wand und den gegenüberliegenden großen Fenstern stark nach außen orientiert und gewährt Passant*innen einen offenen Einblick in den Kunstraum. Der hintere Bereich hingegen vermittelt auf Grund des eingezogenen Geschoßes Privatheit und Intimität. Petra Gell verbindet die emanzipatorische Forderung der Schriftstellerin Virginia Woolf nach einem „Zimmer für sich allein“ mit der weiblichen Eroberung des öffentlichen Raumes. Mit ihrer Kunstraumbespielung lotet die Künstlerin die Grenzen zwischen öffentlichen und privaten Räumen aus und zeigt zugleich die Problematik, solche festzulegen.
 „I guess it’s my life!“ – aber wo beginnt und wo endet es.

Kuratiert von Christine Janicek.

 


Gefördert von:

Bezirkswappen Leopoldstadt