Kunstraum Nestroyhof

The Cure of Melancholy

Annelies Oberdanner, aus der Serie "Metamorphosen", 2010–2021

Verena Crow, 2 lines, 2017 und I am nuts XIII, 2020

Gottfried Hundsbichler, Wandkomposition für "The Cure of Melancholy" 1, 2020/2021

Ausstellungsansicht "The Cure of Melancholy", März 2021

Ausblicke aus einem verfinsterten Raum

24. März – 27. Mai 2021

>> Ausstellungsansichten

 

Das Ausstellungsprojekt bezieht sich auf das Buch „Die Anatomie der Melancholie“ von Robert Burton aus dem Jahr 1621. Dieses Werk befasst sich erstmals in der Literatur dezidiert mit der Melancholie bzw. mit Phänomenen, die man heute dem Krankheitsbild der Depression zuordnen würde, und behandelt in seinem zweiten Teil explizit deren Heilungsmöglichkeiten.
Dieses spartenübergreifende Projekt umfasst Werke aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Fotografie und Objektkunst und bezieht sich motivisch und atmosphärisch auf die zentralen Aspekte des Textes. Die Worte des Textes selber werden zweifach in die Ausstellung eingebaut – optisch durch Projektionen an die Wand, akustisch durch gesprochene Textfragmente, die in eine Klanginstallation integriert werden. Diese Soundscape wird durch eine Anzahl von Klangquellen, die im Kunstraum postiert werden, ausgelöst. 
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Ausstellung ist die Aufführung eines Streichquartetts plus Singstimme und Sprecher, welche die verschiedenen optischen, textlichen und klanglichen Bezugspunkte bündelt.  Der Sprecher tritt in einen Dialog mit seinem „alter ego“, der Singstimme, der melancolia lacrymosa, die ihn tröstet und begleitet.
Die Aufführung wird coronabedingt aufgezeichnet und ist in der Ausstellung zu sehen und zu hören.

Teilnehmende Künstler*innen:
Bildende Kunst: Verena Crow, Gottfried Hundsbichler, Annelies Oberdanner
Sound & Elektronik: Norbert Math
Sprecher: Johann Leutgeb
Gesang: Ingrid Haselberger
Streichquartett: Mihály Norbert Simó, Yan Lok Hoi, Josef Hundsbichler, Maike Clemens
Komposition: Robert Jamieson Crow

Kuratiert von Christine Janicek.