Kunstraum Nestroyhof

Michael Kos

Body Cube, 2016

Chronisch Ich, 2012

lose Formation

12. November 2020 – 21. Jänner 2021

Eröffnung: 11. November 2020 um 19 Uhr

 

Der Bildhauer und Objektkünstler Michael Kos zählt zu den vielseitigsten Künstlern in Österreich. Sein Werk entfaltet sich im Crossover von Skulptur, Objektkunst, Installation, Kunst im öffentlichen Raum, Malerei und Literatur.

Die Ausstellung lose Formation, deren Titel einen begrifflichen Widerspruch in sich birgt, zeigt eine Werkschau von skulpturalen Objekten, Materialbildern und Installationen, die auch selten gezeigte Aspekte des Œuvres von Michael Kos beinhaltet. 

Für die Kunst von Michael Kos ist die ästhetische Materialisierung von abstrakten Ideen und Ideengebäuden ein maßgeblicher Ausgangspunkt. So führt er in der Installation Chronisch Ich die Freudschen psychoanalytischen Grundbegriffe in ein temporales Bezugssystem über, indem er Über-Ich/Stunde, Ich/Minute und Es/Sekunde parallelisiert. 
In dem Objekt Body Cube werden zahlreiche Corpora Christi zerschnitten und mit Kreuzbalken zu überraschenden Konstellationen neu verbunden. Dabei geht es dem Künstler weniger um den religiösen Symbolgehalt dieses so aufgeladenen Kultgegenstands, sondern um den Zusammenstoß des starren Kreuzbalkens mit dem schlaffen Körper und somit um formale Fragen zu Körperlichkeit und Fragmentierung, zu Gleichgewicht und Raumerfahrung. 
Neben Objekten, Installationen und Bildern wird auch Kos‘ neue Serie Zerrissene Papiere erstmals zu sehen sein.

Diese Ausstellung, im Kunstraum Nestroyhof von Christine Janicek kuratiert, findet in Kooperation mit dem Traklhaus in Salzburg statt. Zu diesem Ausstellungsprojekt erscheint ein 32-seitiger Katalog.